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Kursnummer : 610/14

Hier darf ich endlich mal laut sein?! - Zum Umgang


mit auffälligen Kindern im Musikunterricht (3)


Musikschullehrkräfte der Grundstufe und Schulkooperation sowie aus dem Einzelunterricht, Interessierte
Dozent/innen:
Charlotte Rosch
Kerstin Schrödter
Termin: 13.12.2014
Ort: Räume der Landesmusikakademie Berlin
Gebühr 39,50 Euro  (ermäßigt: 12,00 Euro)
12,00 Euro Verwaltungskostenpauschale für Lehrkräfte an Berliner Bezirksmusikschulen - nur mit Stempel der Musikschule auf der Anmeldung!
Anmeldeschluss 28.11.2014
Kurszeiten 13.12.2014  10:00 - 17:00
Schwerpunkt des Kurstages: Ängste, Phobien und Kontaktstörungen

Musik ist gerade für Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, ein Weg, sich im wahrsten Wortsinn Gehör zu verschaffen. Kinder, die wenig gefördert oder anderweitig beeinträchtigt sind, entdecken so ungeahnte Fähigkeiten. Um die positiven Auswirkungen der Musik auf andere Persönlichkeits- und Lernbereiche nutzen zu können, ist der frühestmögliche Beginn der Musikerziehung besonders für benachteiligte Kinder so wichtig. Oft identifizieren sich die Kinder durch negative Bewertungen mit der Rolle des Störenfrieds: „Krach machen, das kann er!“ (Kommentar einer Mutter auf die Info, dass ihr Sohn gern Trommeln spiele). Mit Hilfe der Musik lernen die Kinder, dass genau diese Eigenschaften auch ein kreatives Ergebnis zur Folge haben können. Außerdem können negative Gefühle zum Ausdruck gebracht und damit katalysiert werden. Kinder üben etwa in der musikalischen Gruppenimprovisation, Regeln einzuhalten, die auf das soziale Leben übertragen werden. Damit verschaffen sie sich mit Hilfe der Musik Erfolgserlebnisse, die für die Stärkung eines gesunden Selbst und damit auch für die weitere schulische, berufliche und private Laufbahn so wichtig sind.
Musikschullehrer/innen sind manchmal im Umgang mit solchen Kindern überfordert, besonders, wenn sie in großen Gruppen ohne sonderpädagogische Unterstützung arbeiten müssen. Der Kurs richtet sich auch im Hinblick auf die kommende Inklusion an diese Personengruppe; jedoch sind auch Musikschullehrer/innen willkommen, die z.B. im Einzelunterricht Probleme mit verhaltensauffälligen Kindern haben, sowie an alle an diesem Thema allgemein interessierten Personen.
Der Kurs startet mit einem Kurzvortrag zu einem der häufigsten Störungsbilder des Kindes- und Jugendalters, den Ängsten, Phobien und Kontaktstörungen. Dann wird ein musiktherapeutisches Fall-Beispiel zu diesem Störungsbild dargestellt und diskutiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mitgebrachte oder exemplarische Situationen und Fälle aus der Praxis (z.B. als Videomitschnitt oder Bericht) zu besprechen.


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