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Dementia Care Singing – Fachtagung Musik und Alter

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Mit welchen aktuellen und neuen Entwicklungen beschäftigen Sie sich gerade in Ihrem Arbeitsfeld „Musik in der Seniorenarbeit“?

Zum einen verfolge ich gerade die vielfältigen Ansätze des „Dementia Care Singing“ als einer interessantenMethode im Umgang mit dementiell Erkrankten. Pflegekräfte oder pflegende Angehörige begleiten die Menschen unmittelbar singend oder auch summend. Dafür möchte ich eine Lanze brechen, da aus meiner eigenen Erfahrung der gesamte Pflegeprozess damit gelassener ablaufen kann. Weiterhin interessieren mich Methoden zur Begleitung des Sterbeprozesses. Hoch interessant ist da die neue Initiative des ShabdaBardo-Chors: dabei werden Sterbende an der Schwelle zum Tod von kleinen 2- 4-köpfigen Ensembles „besungen“.

Was werden die Schwerpunkte auf dem Fachtag „Musik und Alter“ Ende August in der Landesmusikakademie Berlin sein?
Eine zentrale Rolle spielt das Singen, weil es so vielfältig in seiner Anwendung und Wirkung ist. Es geht auch um die Frage, wie Instrumente eingesetzt werden können: Gitarren, die Veeh-Harfen und Klanginstrumente, die im Therapie- und Pflegealltag zum Einsatz kommen können.  Im ca. 2-stündigen Plenum präsentieren wir neben einer Keynote unter anderem das "Grünheider Gitarren-Ensemble", in dem 60-85-jährige Spieler*innen mitwirken. Bei den Workshops stehen unmittelbare praktische Erfahrungen im Fokus. Bernhard Deutz stellt uns beispielsweise das MoTaKa vor, ein KlangRad, mit dem er den 1. Preis beim "Wettbewerb neuer Therapieinstrumente" gewonnen hat. Das Programm ist online, wird aber noch um den einen oder anderen Punkt ergänzt.

Sie haben dieses Themenfeld in den zurückliegenden 15 Jahren in der Landesmusikakademie Berlin mitdiversen Fortbildungen und sogar einem berufsbegleitenden Lehrgang etabliert. Warum haben Sie das Thema so nach vorne gebracht?
Seit Jahren spielt das Thema „alternde Gesellschaft“ eine dominante Rolle in der öffentlichen Debatte. Aus meiner Sicht haben Menschen in ihrem 3. Lebensabschnitt ein Recht auf hohe Lebensqualität unabhängig davon, ob sie rüstig-aktiv, dementiell erkrankt sind oder ganz am Ende ihres Lebens dem Tod entgegensehen. Ich habe es ganz persönlich erlebt, dass Musik dazu einen essentiellen Beitrag leisten kann.

Wie ist Ihre persönliche Erfahrung oder auch die Erfahrung von Kursteilnehmer*innen, was mit Musik in der Seniorenarbeit bewirkt werden kann?
Ältere Menschen finden über Musik in Gruppen zurück, Musik ermöglicht ihnen einen Zugang in verschüttete Erinnerungsschichten, die Kommunikation ist in vielen Fällen wieder möglich oder es ergeben sich biographische Anknüpfungspunkte. Das ist eine Erfahrung, über die aus vielen Ländern  berichtet wird, in denen das Thema Demenz stetig an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt.

Welche Effekte kann Musik in der Beschäftigung mit Demenzkranken haben – welche Erfolgserlebnisse gibt es da?
Dementiell erkrankte Menschen reagieren auf musikalische Ansprache und Reize und zeigen Verhaltensänderungen– das belegen zahlreiche Erfahrungen: ihre Gesichtszüge klaren auf, die Augen beginnen zu leu

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