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Digitale Transformation: Musik mit Apps erfinden

Leser*innen von Akademie-Aktuelles haben einen Rabattcode von 25% auf den Ticketpreis der Most Wanted: Music 19. Diesen Code: MWMLOVESLANDESMUSIKAKADEMIEbitte direkt einlösenunter www.mwm-berlin.de.

Frage: „Über welche Entwicklungen, wenn es um die Innovation in der Musik geht, werden dort diskutiert?“

Matthias Jung: „Die digitale Transformation hat für’s Musizieren neue Möglichkeiten geschaffen. Bei Most Wanted können Gäste davon erfahren und sie auch selbst ausprobieren. Die sozialen Komponenten des digitalen Musizierens und der damit verbundenen Plattformen wird besonders in den Fokus genommen. Mit neuen Apps wie z.B. Endlesss können Musiker*innen zusammen Musik erfinden und teilen. Neue Plattformen wie z.B. Patreon geben Künstler*innen die Möglichkeit, ihre Musik zu finanzieren und eine Community um sich aufzubauen. Außerdem wird es um soziale Themen wie Nachhaltigkeit, Genderbalance und die Copyright Direktive gehen, die ja alle betreffen – egal ob Profi oder Amateur*in. Highlights in diesem Jahr sind auch einige Shows, bei denen man neue Formen von Musizieren live erleben kann: Tinmen and the telephone zeigen, wie ein Jazztrio durch Smartphones mit dem Publikum interagiert und Ralf Schmid zeigt, wie sich digitale Handschuhe in klassische Musik auf dem Flügel integrieren lassen.“

Frage: „Inwiefern spiegeln sich diese Entwicklungen im Programm der LMAB wieder, was bringst Du hier rein?“

Matthias Jung: „Der Bildungsbereich kann von diesen Innovationen enorm profitieren, da die meisten Tools für alle zugänglich und verfügbar sind. So haben in den letzten Jahren Formate zum digitalen Produzieren mit Ableton Live, Songwriting & Production oder Smartphones in der Musikpädagogik Eingang in unser Programm gefunden. Besonders spannend finde ich auch die Workshops, die wir jetzt für unsere jüngeren Zielgruppen anbieten, wie z.B. Musik programmieren und Hardware Hacking innerhalb unserer Projektwochen mit Schulen. Außerdem sind wir beim jährlichen Girlsday mit dabei, bei dem wir Mädchen ab der 5. Klasse Einblick in die Welt des digitalen Musizierens geben.“

Frage: „Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für die Amateurmusik und wie wirkt sich das aus?“

Matthias Jung: „Die digitalen Entwicklungen ermöglichen es mehr und mehr, mit wenigen Kenntnissen direkt ins Musikmachen einzusteigen. Man kann sofort loslegen und lernt dann die Basics wie beispielsweise Musiktheorie von unterwegs. Hinzu kommt, dass digitale Assisten*innen dabei helfen können, kreativ zu sein, Ideen zu finden oder Musik zu veröffentlichen. Das ersetzt keinesfalls eine klassische Instrumentalausbildung, schafft aber eben gerade Laien einen schnellen Zugang und sie gewinnen auch ein anderes Level des Musikhörens. Die neuen Möglichkeiten lassen sich außerdem hervorragend mit traditionellen kombinieren, wodurch neue Ausdrucksformen und Ideen des gemeinsamen Musizierens entstehen. Besonders spannend wird es dann, wenn in den nächsten Jahren die Spracherkennung und -interaktion besser funktioniert. Dann können wir direkt mit unseren digitalen Bandmitgliedern kommunizieren, was sicherlich spannende musikalische Ergebnisse mit sich bringen wird.“

MOST WANTED: MUSIC (MW:M) ist das wichtigste Musikbusiness-Event in Berlin und hat sich seit seinem Start 2010 zur zweitgrößten Konferenz für professionelle Musik- und Kreativwirtschaft in Deutschland entwickelt. Die Konferenz ist ein Projekt der Berlin Music Commission eG und wird von dieser organisiert. Die Landesinitiative Projekt Zukunft der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt die MOST WANTED: MUSIC Konferenz. Es finden verschiedene Formate wie z. B. Workshops, Labs, Matchmaking- und Networking-Events statt, die zum einen über Entwicklungen am Standort Berlin diskutieren als auch Vernetzungen von Old Economy und New Economy fördern und herstellen.

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