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Gamelan-Musik - ein Highlight bei den musikalischen Werkstätten

Aus allen Räumen der Landesmusikakademie Berlin erklingt Musik. Eine Woche lang musizieren, tanzen und singen 357 Schüler/innen bei uns. Die anderen 505 Kinder und Jugendliche sind in Schulen, Musikschulen und der WAVE Academy für digitale Medien unterwegs. Beliebt sind traditionelle Workshops wie Chöre und Orchester, Standard- und Lateintanz, Salsa, genauso wiedie Formate „Ladys Hip Hop“, „Zumba für Grundschule“, „Vietnamesischer Tanz“, „Ausdruckstanz“, „PoetrySlam / Rap“, „Musical-Pop“ und „Smartphones im Musikunterricht“. In 33 Werkstätten beteiligen sich Schüler/innen von der 3. bis zur 13. Klasse aller Schulformen aus Lichtenberg/Hohenschönhausen, Treptow/Köpenick und Marzahn/Hellersdorf. Angeleitet werden sie dabei von 69 Dozent/innen, darunter sind 34 Lehrer/innen und 21 Schüler/innen und ehemalige Schüler/innen.
Das Gamelan-Orchester mit traditioneller indonesischer Musik ist ein Highlight bei den diesjährigen musikalischen Werkstätten in unserem Haus. Die Jugendlichen bringen das erste Mal Metallophone, Gongs und Schlagwerk zum Klingen und es hört sich toll an. Dieser Workshop wird in den nächsten zwei Jahren in den Werkstätten wieder angeboten. Möglich wird das durch eine Kooperationsvereinbarung von verschiedenen Schulen mit dem Haus der indonesischen Kulturen. https://bit.ly/2WDDmD2
Musiklehrer Matthias Peuthert vom Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium hat die Musikalischen Werkstätten entwickelt, als Anfang der 90er Jahre der Musikunterricht an Schulen drastisch gekürzt worden war. Zum 27. Mal finden die „Musikalischen Werkstättenstatt. Dabei und wird er auch von einer Gruppe von mitarbeitenden Schüler/innen und Ex-Schüler/innen unterstützt, die er seit Jahren für das Projekt begeistern kann und die eine Woche mithelfen.
„Eine Woche lang erleben wir hier Entschleunigung. Die Kinder und Jugendlichen rennen nicht von Stunde zu Stunde, sondern kommen ins harmonische Musizieren und Tanzen hinein - ohne Stress und ohne Zeitdruck, auch wenn am Ende die Abschlusspräsentation ansteht. Das Besondere dabei ist auch, dass die Schüler/innen aus ganz verschiedenen Schultypen zusammen kommen, miteinander musizieren und viele Kurse von den Jugendlichen selbst entwickelt und durchgeführt werden. Die Wirkung ist dadurch viel nachhaltiger. Die Begegnungen und Erfahrungen prägen und bleiben bei einigen im Gedächtnis. Die Kinder und Jugendlichen erleben hier eine Wirklichkeit, in der sie auch  aus sich selbst heraus wachsen. Es ist ganz großes Kino und zwar nicht nur, wenn sie am Freitag dann auf der Astrid-Lindgren Bühne vorführen, was sie entwickelt haben.“
Solche Erfahrungen haben den ein oder anderen seiner Unterstützer/innen in den letzten 27 Jahren selbst dazu bewegt, sich ernsthaft und professionell mit Musik zu beschäftigen oder Musiklehrer/in zu werden. Darüberhinaus entwickeln sich auf diese Weise auch Beziehungen zur Landesmusikakademie Berlin. So ist unser Bundesfreiwillige Robin Morgenstern ein ehemaliger Schüler von Matthias Peuthert und andere arbeiten bei uns für Festivals und bei Kursen mit. Das ist auch einer der nachhaltigen Effekte der Musikalischen Werkstätten und für uns ein großer Gewinn.
Unterstützt und finanziell gefördert werden die musikalischen Werkstätten durch die Abteilungen Haushalt der Region I, die regionale Fortbildung, die Indonesische Botschaft, das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“, die Joseph- Schmidt und Schostakowitsch- Musikschulen, die Wave- Akademie für digitale Medien, das Johann- Gottfried- Herder- Gymnasium, die Landesmusikakademie im FEZ Wuhlheide sowie auch viel privates Engagement von Eltern.

 

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