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17.06.2013


Musikalische Werkstätten inspirieren Berliner Schüler/innen




Musik verbindet.

Das haben die fünf Tage der diesjährigen Musikalischen Werkstätten wiederholt gezeigt. Denn in den einzelnen Gruppen sind Kinder und Jugendliche, die sich zum Teil kennen und zum anderen auch wieder völlig fremd sind. Sie singen, musizieren, tanzen zusammen.

 

Montag – Eis essen verboten. Das schadet den Stimmbändern. Die 62 Fünft- und Sechstklässler, die den Workshop „Grundschulchor“ belegt haben, legen einen etwas holprigen Start hin, doch nach einem kräftigen Einsingen klingen die ersten Töne durch den Saal. Lieder wie „Somewhere over the rainbow“ oder „Vergammelte Speisen“ werden zweistimmig gesungen.

 

Dienstag – Trommelwirbel und Schellen klingen durch die Luft. Die Jugendlichen des Workshops „Latin Percussion“ haben schon einen Tag des Probens hinter sich. Nach einem WarmUp, in dem Rhythmen gefestigt werden und das Team auf einander eingestimmt wird, werden die Stücke des Vortages wiederholt. Die Gruppe von 30 Schülern lernt Zeichen kennen, wann sie leiser und lauter spielen sollen, wann der Break kommt und vieles mehr.

 

Mittwoch –  Musik weckt den inneren Beat. Das beweisen die 28 Jugendlichen im „Jazzdance“. Sie bewegen sich dynamisch zur Musik, setzen Akzente und überschreiten ihre Grenzen. Für Gruppen- und Partnerchoreografien überlegen sie sich gemeinsam häufig nicht sehr leichte Schritte und Bewegungen aus.

Die 34 Grundschüler, die an dem Workshop „Grundschulorchester“ teilnehmen, bringen im Gegenzug ihre Instrumente zum Tanzen. Auf Zupf-, Blas-, Streich- und Tasteninstrumenten werden Titel wie „Let it be“, Filmmusik und Kanon gespielt. Morgen proben sie zusammen mit dem „Grundschulchor“.

 

Donnerstag – Ab in den Urlaub und deutlich artikulieren. Die knapp 10 TeilnehmerInnen von „X-Factor“ haben einen Text gedichtet, der zu dem aktuellen Thema Flut und den baldigen Zeugnissen passt. Sie haben zwei Solosänger, die von Gitarre, Bongo und kleinen Choreographien begleitet werden.

Sprünge, Wechsel, Kicks. In schnellem Tempo. Das kriegt nicht jeder hin, aber Übung macht den Meister. Die 34 Ladys beim Hip Hop geben sich die beste Mühe, synchron und ausdrucksstark zu bleiben. Das fällt nicht immer leicht.

Umgangssprache im Beat. Die 8 Rapper kriegen das hin. Wenn auch erst nach wiederholtem Üben. Aber so viel Text auf einmal und den dann auch noch in den Rhythmus zu bekommen ist wahrhaftig nicht einfach. Ist die Arbeit getan, gibt es zur Belohnung Freestyle.

Schlagzeug, Trompeten und Alltagsgeräusche klingen aus den Mündern der 12 Jungen, die den Workshop „Beatboxing“ belegt haben. In drei Gruppen haben sie Szenen zusammengestellt, die sie mit Geräuschen wie Fliegensummen, Schritten und Türenknarzen, aber auch einfachen Beats, untermauern.

 

Freitag -  Die Generalprobe ist gerade vorbei. Es gibt ein halbe Stunde, um sich auszuruhen und emotional auf das Konzert einzustellen. Es ist gar nicht so leicht, mit so vielen verschiedenen Menschen Auf- und Abgänge zu üben und immer wieder neue Mikrofoneinstellungen und –platzierungen vorzunehmen.

Die insgesamt 18 Gruppen mit über 400 Schülerinnen und Schülern haben einen grandiosen Auftritt hingelegt. Die Interpreten waren voller Engagement und Tatendrang. Und das haben sie auch gezeigt. Von den Glockenstimmen der Chöre, den vollen Klängen der Ensembles, den anspruchsvollen Tänzen und den außergewöhnlichen Texten, Beatboxing und DJing war das Publikum begeistert. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei: von Klassik, über Jazz, zu Hip Hop, Pop und Rap.

Für alle Teilnehmer war dies sicherlich eine tolle Erfahrung. Sie haben viel Neues kennengelernt und hatten dabei viel Spaß. Sie freuen sich nun auf das nächste Jahr, in dem hoffentlich wieder die Musikalischen Werkstätten stattfinden werden.


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