Workshops

Zwei Zeitslots:
11:00 – 12:30 Uhr und 13:30 – 15:00 Uhr
(Mittagspause 12:30 – 13:30 Uhr)
Workshop-Slot 1
11:00 – 12:30 Uhr
Anleitung mit Leichtigkeit: Präsenz, Körpersprache und Spiel als Werkzeuge der Community Music Leadership
Mit Juan David Garzón. Raum 361
Eine klare Anleitung ist die Basis, auf der sich kreative Prozesse erst wirklich frei entfalten können.
In diesem praxisorientierten Workshop werden Werkzeuge für mehr Selbstvertrauen in der musikalischen Anleitung erarbeitet: über Körpersprache, nonverbale Kommunikation und das Vormachen als eigene Form des Erklärens – zugänglich, auch ohne gemeinsame Sprache. Als Ausgangsmaterial für den Workshop wird improvisiertes Material, musikalisches Spiel sowie Repertoire aus der Globalen und Populären Musik genutzt.
Präzise Leitung schafft keine Kontrolle, sondern Fluss: Sie ermöglicht den mühelosen Übergang vom Anleiten zum Begleiten (Leading to Facilitating) des kreativen Prozesses und macht es möglich, die Leitung im richtigen Moment bewusst an die Gruppe zu übergeben.
Im Zentrum steht dabei das Spiel – von Juan als Brücke vorgeschlagen, die allen bekanntes Terrain ist und unabhängig von Herkunft oder musikalischem Hintergrund sicher zum gemeinsamen Musizieren führt. Neugier und Lust am Experimentieren sind willkommen – die Teilnehmenden bekommen selbst die Gelegenheit, die Gruppe anzuleiten und Feedback dazu zu erhalten!
Community Music als Intervention
Mit Marleen Kiesel und Matt Robinson. Konzertsaal 3
Was passiert, wenn Community Musicians nicht warten, bis Menschen zu ihnen kommen, sondern hingehen: mit klaren Zielen, in spezifischen Kontexten, zu Menschen am Rand des kulturellen Lebens?
Community Music als Intervention ist im englischsprachigen Raum eine der verbreitetsten Formen der Praxis. In diesem Workshop fragen wir: Wie beginnt man? Welche Voraussetzungen braucht es – institutionell, musikalisch, persönlich? Und welche Spannungen entstehen, wenn Musik nicht Selbstzweck ist, sondern Teil einer sozialen Strategie?
Neben theoretischen Grundlagen gibt es praktische Methoden, musikalische Impulse und Workshop-Bausteine zum Mitnehmen. Als Praxisbeispiel dient die Arbeit von Community Music Chemnitz.
Community Songwriting
Mit Elisa Beck und Lukas Macher. Raum 354
Der Workshop ist zweigeteilt: Im ersten, praktischen Teil gestalten wir einen inklusiven Community-Songwriting-Prozess. Aus den Ideen der Gruppe entsteht spontan ein gemeinsamer Song. Am Beispiel unserer geteilten Workshopleitung lässt sich das für Community Music wichtige Prinzip der Co-Facilitation nachvollziehen. In einem zweiten, theoretischen Teil präsentieren wir ein ausführliches Praxisbeispiel aus unserem Erfahrungsschatz als Community Musicians, anhand dessen wir zentrale pädagogische, politische und ästhetische Aspekte von Community Songwriting erläutern und zur Diskussion stellen. Die im praktischen Teil gemachten Erfahrungen lassen sich so in einen größeren fachlichen Kontext einordnen.
Sonne, Meer und ungerade Takte: Community Music mit griechischen Klängen
Mit Dr. Ursula Vryzaki. Raum 245
Sonne, Meer und mitreißende Rhythmen: In diesem Workshop begeben wir uns auf eine musikalische Reise nach Griechenland. Mit Stimme, Body Percussion, Instrumenten und einfachen Tanzschritten entdecken wir die Vielfalt griechischer Volksmusik – von schwungvollen Melodien bis hin zu charakteristischen ungeraden Taktarten. Gemeinsam experimentieren wir mit musikalischen Bausteinen der griechischen Tradition und gestalten lebendige Community Music „auf griechische Art“.
• Keine Vorkenntnisse erforderlich – alle sind herzlich willkommen.
• Eigene Instrumente dürfen gern mitgebracht werden!
Körperliches Musikmachen im Zeitalter automatischer Klangerzeugung
Mit Gisbert Schürig. Raum 243
Die automatisch ablaufenden Klänge und Rhythmen elektronischer Musik benötigen keine stetige körperliche Aktivität. Daraus ergeben sich Herausforderungen, sie in eine Musikpädagogik zu integrieren, die bei der menschlichen Motorik ansetzt. Es ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten, das Verhältnis von Körper und Klang in der Musikpraxis zu begreifen. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam solche Möglichkeiten erkunden. Insbesondere richten wir dabei den Fokus auf die Kombination von Stimme und Bewegung mit elektronischen Instrumenten.
Die an vielen Instrumenten bis in kleinste Details regelbare elektronische Klangerzeugung hat das Potenzial, das Verständnis auch von akustischer Klangerzeugung zu vertiefen. Indem wir unsere Stimmen mit den Klängen von Synthesizern in Beziehung setzen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die feinen Nuancen, die das Hören zu einem intensiven Erlebnis machen können. Dabei lassen wir uns inspirieren von Genres wie Ambient und Drone.
In HipHop und moderner Popmusik ist die Kombination von Stimme über elektronischer Begleitung allgegenwärtig. Wir verbinden solche Herangehensweisen mit Konzepten kollektiver Gesangs-Improvisation aus dem Circle Singing und nutzen rhythmisierte Wiederholung als Basis für improvisatorische Freiräume und gemeinsame dynamische Entwicklungen.
Teilnahme am besten in bequemer Kleidung, auch ist es empfehlenswert, etwas zu trinken zur Hand zu haben.
Workshop-Slot 2
13:30 – 15:00 Uhr
Zwischen Leitung und Loslassen: Wenn viele Stimmen wirksam werden – Deep Democracy in der Community Music
Mit Marion Haak-Schulenburg (Vertr. Prof.). Raum 361
Eine der Herausforderungen in Community Music Arbeit ist es, Prozesse wirklich partizipativ zu gestalten. Es stellen sich verschiedene Fragen: ab wann kann man wirklich von Partizipation sprechen? Wie gelingt es, dass möglichst alle Stimmen gehört werden? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen braucht ein Facilitator für kollaborative Prozesse? Wie können in einer Gruppe eine „Kultur der Vielstimmigkeit“ entwickelt und tragfähige Entscheidungen getroffen werden? In diesem Workshop beschäftigen wir uns theoretisch und praktisch mit diesen Fragen. Auf der Grundlage von theoretischen Konzepten und konkreten Werkzeugen von Arnold Mindell und Myrna Lewis werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten dieses Ansatzes für Community Music Settings aufgezeigt. Wir tauschen uns aus, wie unsere Community Music Praxis durch diese Ansätze erweitert werden können und dadurch mehr Co-Autorenschaft und Selbstwirksamkeit entstehen kann.
Community Music als Intervention
Mit Marleen Kiesel und Matt Robinson. Konzertsaal 3
Was passiert, wenn Community Musicians nicht warten, bis Menschen zu ihnen kommen, sondern hingehen: mit klaren Zielen, in spezifischen Kontexten, zu Menschen am Rand des kulturellen Lebens?
Community Music als Intervention ist im englischsprachigen Raum eine der verbreitetsten Formen der Praxis. In diesem Workshop fragen wir: Wie beginnt man? Welche Voraussetzungen braucht es – institutionell, musikalisch, persönlich? Und welche Spannungen entstehen, wenn Musik nicht Selbstzweck ist, sondern Teil einer sozialen Strategie?
Neben theoretischen Grundlagen gibt es praktische Methoden, musikalische Impulse und Workshop-Bausteine zum Mitnehmen. Als Praxisbeispiel dient die Arbeit von Community Music Chemnitz.
Inklusion im Takt – Community Music in inklusiven Workshops
Mit Jana Wöllert, Fred P. Lohr, Nico Buterin. Raum 351
Handiclapped Kultur Barrierefrei e.V. macht seit vielen Jahren neben Konzerten Musikworkshops für Menschen mit und ohne Behinderungen. Dabei fließen Elemente der Community Music – bewusst und unbewusst - ein.
Im Workshop gibt Jana Wöllert von Handiclapped Einblicke in das Projekt „Inklusion im Takt“ mit inklusiven Anleitungsteams, welches von Juli 2025 bis August 2026 in Berlin mit Unterstützung der Aktion Mensch und dem Paritäter Berlin lief. Einige der Anleitenden werden im Workshop anwesend sein, z.B. Fred P. Lohr, Community Musican aus Frankfurt am Main, und der ihn begleitende Musiker Nico Buterin.
Fred macht in Frankfurt Community Music in verschiedenen Projekten, z.B. im Gutleutviertel den “Salon Gutleut", die “Musikkaravane”, die “Probezeit” in der Teestube Jona und den “Community Music - Jour Fixe im Transnormal”. Auch von dieser Arbeit wird er berichten und uns teilhaben lassen, an der Art, wie er Community Music versteht und lebt. Ihr könnt ihn beim gemeinsamen Musizieren näher kennenlernen und eure Fragen zu seiner Musikarbeit und der Arbeit im Projekt “Inklusion im Takt” loswerden.
Community Singing in der blu:boks
Mit Ilanit Weyrauch und Nadja Dehn. Raum 245
Dieser Workshop lädt euch ein, sich ganz praktisch mit den Prinzipien von Community Singing auseinaderzusetzen. Wie gestaltest du den Beginn eines Angebotes? Was solltest du dabei beachten? Wie gelingt es, eine gute Verbindung zu den Teilnehmenden aufzubauen und einen sensiblen Raum zu öffnen, der einlädt mitzumachen und zu genießen?
Wir, Nadja Dehn und Ilanit Weyrauch, wollen gemeinsam in diesem Workshop singen, erleben und beleuchten, damit Projekte von Anfang an gut gelingen. Wir berichten auch von der Kooperation zwischen der blu:boks und der Landesmusikakademie Berlin.
Körperliches Musikmachen im Zeitalter automatischer Klangerzeugung
Mit Gisbert Schürig. Raum 243
Die automatisch ablaufenden Klänge und Rhythmen elektronischer Musik benötigen keine stetige körperliche Aktivität. Daraus ergeben sich Herausforderungen, sie in eine Musikpädagogik zu integrieren, die bei der menschlichen Motorik ansetzt. Es ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten, das Verhältnis von Körper und Klang in der Musikpraxis zu begreifen. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam solche Möglichkeiten erkunden. Insbesondere richten wir dabei den Fokus auf die Kombination von Stimme und Bewegung mit elektronischen Instrumenten.
Die an vielen Instrumenten bis in kleinste Details regelbare elektronische Klangerzeugung hat das Potenzial, das Verständnis auch von akustischer Klangerzeugung zu vertiefen. Indem wir unsere Stimmen mit den Klängen von Synthesizern in Beziehung setzen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die feinen Nuancen, die das Hören zu einem intensiven Erlebnis machen können. Dabei lassen wir uns inspirieren von Genres wie Ambient und Drone.
In HipHop und moderner Popmusik ist die Kombination von Stimme über elektronischer Begleitung allgegenwärtig. Wir verbinden solche Herangehensweisen mit Konzepten kollektiver Gesangs-Improvisation aus dem Circle Singing und nutzen rhythmisierte Wiederholung als Basis für improvisatorische Freiräume und gemeinsame dynamische Entwicklungen.
Teilnahme am besten in bequemer Kleidung, auch ist es empfehlenswert, etwas zu trinken zur Hand zu haben.