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Samba Syndrom 2019 – Berlins größtes Samba Festival

Marquinhos ist bekannt in der deutschen und in der internationalen Samba-Szene. Es gelingt ihm, die großen Samba Mestres aus Brasilien und aus anderen Ländern nach Berlin zum Samba Syndrom zu locken. Das Festival bietet ein anspruchsvolles Workshop-Programm, und es werden verschiedene Rhythmen, vielfältige Spieltechniken, neue Breaks, Choreografien und Tanzstile trainiert: von Rio-Samba über Samba Reggae, Maracatú und afro-brasilianische Traditionen bis zu Forró. Hier Infos und Anmeldung.

Wie würdest Du die Stimmung beschreiben, wenn das Samba Syndrom so richtig rauscht?
Es ist die spezielle Energie, die einen erfasst, den gesamten Körper durchströmt, immer noch Gänsehaut verursacht und einfach Kräfte freisetzt, belebend wirkt, einen treibt und durchpustet, und der man sich niemals entziehen kann: Unmöglich!

Was zeichnet das Festival aus?
An zwei vollen Tagen kann intensiv gelernt und Neues entdeckt werden. In konzentrierter Atmosphäre in den vielfältigen Räumlichkeiten der Landesmusikakademie Berlin, oder auch ganz relaxt im Park unter freiem Himmel.

Wen habt Ihr in diesem Jahr für die Sambistas eingeladen?
Es ist für dieses Jahr wieder gelungen drei Dozenten einzuladen, die man in Deutschland bisher noch nicht erleben konnte. Jabu Morales aus Belo Horizonte/Barcelona bringt eine frische Art des Maracatu nach Berlin, der zum Mittanzen und Mitsingen einladen wird. Aus Salvador de Bahia wird Adriana Portela anreisen, die dort als Leiterin bzw. Maestrina der „Bandá Didá“ mit Kompositionen exklusiv für schwarze Frauen sehr bekannt geworden ist. Dieser Workshop war in diesem Jahr schnell ausgebucht, obwohl wir die Plätze sogar erhöht hatten.
Mit Spannung und ein bisschen Kribbeln im Bauch erwarten wir auch die Ankunft von Mestre Odilon, der zweifellos als herausragende Koryphäe des „Carnaval Carioca“ in Rio de Janeiro bezeichnet werden darf. Er wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen in seiner künstlerischen Laufbahn gewürdigt.

Welche Herausforderungen habt Ihr als Festivalmacher zu bewältigen? Wie groß ist mittlerweile die Konkurrenz?
Im Entstehungsjahr des Samba Syndroms gab es das bekannte Festival in Coburg und den Sambakarneval in Bremen, drei inhaltlich völlig unterschiedliche Konzepte. Wenn wir uns heute umschauen, ist es möglich, nahezu an jedem Wochenende an einem anderen Ort Deutschlands bzw. in Europa ein Samba-Event zu erleben. Günstige Flugpreise und die natürliche Neugier, andere Orte der Welt zu entdecken gepaart mit Samba, eröffnen den Sambistas unzählige Möglichkeiten. Die Szene ist deutlich stärker vernetzt und liebt es, sich ständig gegenseitig zu besuchen.  

Wie hat Deine erste Teilnahme am Samba Syndrom Dein Leben verändert?
Das erste Samba Syndrom war 1996 (!) das habe ich im „Vorbeigehen“ kaum mitbekommen, aber schon 1997 war ich als Teilnehmer beim Anfänger/Einsteiger-Workshop von Gabriele Kostas dabei. Ich hatte sofort Visionen im Kopf, wie ich dieses Festival mit gestalten wollen würde. Das habe ich damals sofort dem Festivalleiter Joachim Litty mitgeteilt, und es ist eine wundervolle Zusammenarbeit bis heute entstanden. Mit meinen beruflichen Qualifikationen als Eventmanager und Moderator konnte ich mich frei und kreativ in die stete Weiterentwicklung des Festivals einbringen. Und heute ist Samba ein sehr wichtiger Teil meines Lebens.

Was bedeuten seitdem das Festival und der Samba für Dich?
Natürlich ist es eine Ehre und auch eine besondere Freude in diesem Festival mitzuwirken und meine Spuren hinterlassen zu haben. Das habe ich auch – in ganz anderer Art - beim Sambakarneval in Bremen oder bei der Sambanale getan. Aber mein ganzes Leben hat sich mit dem Samba komplett verändert.
Wenn ich heute in Rio de Janeiro aus dem Flieger steige, fühle ich mich sofort „zu Hause“! Ich habe gelernt zu WARTEN - Geduld zu haben - und verstanden, was es heißt, den Tag, den Moment, den Augenblick zu genießen. Egal wie viel oder wenig Cent wir noch in der Tasche haben, ist es möglich, neidlos und entspannt das Leben zu genießen. Das Leben ist Musik und ein einziger Tanz!

Mehr Informationen:
www.sambasyndrom.de
https://www.facebook.com/Samba.Syndrom

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